Filmkritik: The Dark Knight Rises

Meine heutige persönliche Filmkritik: The Dark Knight Rises (2012)

Hat mir fast gut gefallen. Ein typischer Film, den ich mir 1x angucke, und dann keinen Drang verspüre, ihn nochmal sehen zu wollen. Insgesamt erfüllt der Film für mich oft nicht seinen eigenen Anspruch, ‚groß‘ sein zu wollen – und zwar in allen Facetten (Handlung, Tiefgang, Charaktere, Musik, …). Grundsätzlich schätze ich es sehr, wenn gerade auch ein Action-Film tiefgehende Gespräche zu bieten hat, aber die erste Hälfte hat es damit dann doch übertrieben, weshalb ich sie als zu langatmig empfunden habe. Die Übernahme der Stadt fand ich sehr spannend und bildgewaltig inszeniert. Die Effekte haben mir gut gefallen (vor allem die Sprenung des Stadtringes und des Stadionrasens), ohne aufdringlich zu werden. Den Schluss empfand ich leider künstlich aufgesetzt – mir kam kurz der Gedanke, ob Nolan die Reihe gar so radikal umkrempelt, dass er Batman in der Explosion sterben lässt – aber (leider) nein. Ich finde es hätte dem Film gutgetan und wäre sicherlich die größte Überraschung gewesen. Die Hauptcharaktere fand ich größtenteils gut gestaltet, aber mit zum Teil deutlichen Einschränkungen: Batman/Wayne mit etwas zu extremen Stimmungs-/Zustandswechseln; Bane wirklich enorm gruselig, skrupellos, brutal und abstoßend, aber mit einer Betonung in der Aussprache, die mir unangenehm overacted war (evtl. nur in der deutschen Synchronisation); Gordon und Fox gewohnt solide; Miranda ging bis zum Schluss irgendwie an mir vorbei. Bei Alfred (ich weiß, Michael Caine ist Oscar-Preisträger und bewährter und geschätzter Schauspieler) hat mich sehr überrascht, dass die emotionalen Momente eher ungünstig gespielt auf mich wirkten. Anne Hathaways Charakter fand ich am ausgereiftesten ausgearbeitet: Auftritt, Verhalten, Konflikt, Wendung, bis hin zu Maske und Kostüme fand ich super stimmig und durchaus auch schön anzusehen – vor allem im hautengen Catwoman-Dress auf dem Motorrad 🙂 Mein Lieblingsdialog: „Ich steige nicht zu fremden Männern ins Auto“ – „Das ist kein Auto…“ 😀

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